<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>aus der apotheke &#187; antibiotika</title>
	<atom:link href="http://www.aus-der-apotheke.info/tag/antibiotika/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.aus-der-apotheke.info</link>
	<description>Blog aus der Apotheke</description>
	<lastBuildDate>Wed, 31 Mar 2010 10:52:54 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Antibiotika richtig anwenden</title>
		<link>http://www.aus-der-apotheke.info/2008/01/05/antibiotika-richtig-anwenden/</link>
		<comments>http://www.aus-der-apotheke.info/2008/01/05/antibiotika-richtig-anwenden/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 Jan 2008 08:05:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>apotheker</dc:creator>
				<category><![CDATA[tipps vom apotheker]]></category>
		<category><![CDATA[antibiotika]]></category>
		<category><![CDATA[durchfall]]></category>
		<category><![CDATA[medikament]]></category>
		<category><![CDATA[richtig verwenden]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.aus-der-apotheke.info/blog/2008/01/05/antibiotika-richtig-anwenden/</guid>
		<description><![CDATA[Antibiotika z&#228;hlen zu den wichtigsten medizinischen Entwicklungen und haben schon Millionen von Leben gerettet, vielleicht auch Ihres. Was Sie schon immer zu Antibiotika fragen wollten! Ihr Apotheker gibt Auskunft.

Unsere Umwelt teilen wir nicht nur mit Pflanzen und Tieren, sondern auch mit gr&#246;&#223;tenteils unsichtbaren Lebewesen, wie den Bakterien, Pilzen und Viren. In jeder genannten Kategorie gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Antibiotika z&#228;hlen zu den wichtigsten medizinischen Entwicklungen und haben schon Millionen von Leben gerettet, vielleicht auch Ihres. Was Sie schon immer zu Antibiotika fragen wollten! Ihr Apotheker gibt Auskunft.<br />
<span id="more-7"></span><br />
Unsere Umwelt teilen wir nicht nur mit Pflanzen und Tieren, sondern auch mit gr&#246;&#223;tenteils unsichtbaren Lebewesen, wie den Bakterien, Pilzen und Viren. In jeder genannten Kategorie gibt es N&#252;tzlinge und Sch&#228;dlinge. Bei den Sch&#228;dlingen mag man an bakterielle Wundinfektionen oder an die Influenza A-Viren denken welche die »echte Grippe« bis in den hintersten Winkel unserer Erde tragen k&#246;nnen. N&#252;tzlinge wiederum sind z.B. Bakterien zur K&#228;se-, oder Alkoholgewinnung, bzw. ausgesuchte Viren, die Impfstoffe gegen eine Reihe von Krankheiten liefern.</p>
<p>Warum werden wir heute immer &#228;lter ?<br />
Heute erreichen immer mehr Menschen das biblische Alter von 100 Jahren.<br />
Wer im Jahr 2001 seinen 60. Geburtstag feierte hat noch eine restliche Lebenserwartung bei<br />
M&#228;nnern von 20,42 Jahren und bei<br />
Frauen sogar von 24,25 Jahren!<br />
Hauptverantwortlich sind daf&#252;r mehrere Faktoren:<br />
die stabile psychische und physische Sicherheit durch die staatliche Sozialversicherung und unser Rechtssystem;<br />
die niedrige S&#228;uglingssterblichkeit;<br />
der hohe Hygienestandard und<br />
letztlich die erfolgreiche Bek&#228;mpfung von Infektionskrankheiten durch Impfungen und Antibiotika.<br />
<strong>Vorbild Natur</strong><br />
Antibiotische Stoffe sind keine Erfindung der Menschen, sondern sie werden schon seit Jahrmillionen von Pflanzen, Pilzen und Bakterien erzeugt, um sich im Kampf gegen andere Lebewesen durchzusetzen. Man kann durchaus von einer fr&#252;hen chemischen Kriegsf&#252;hrung sprechen. Durch Zufall entdeckte der englische Mediziner A. Fleming 1928 bei einem Laborversuch die bakterienabt&#246;tende Wirkung eines Ausscheidungsproduktes von Pencilillium notatum, einem Schimmelpilz. Man nannte das Ausscheidungsprodukt »Penicillin«, das in abgewandelter Form noch heute in Verwendung steht. Fleming wurde von der britischen K&#246;nigin 1944 in den Adelsstand erhoben und erhielt 1945 f&#252;r seine Entdeckung den medizinischen Nobelpreis. Schritt f&#252;r Schritt gelang es in den Folgejahren aufzukl&#228;ren, auf welche Weise »Penicillin« Bakterien abt&#246;tet. Man lernte auch, »Penicillin« in gro&#223;en Mengen herzustellen und mit dem gesammelten Wissen gelang es, weitere Antibiotika zu entwickeln, sodass heute 16 Antibiotikaklassen mit sage und schreibe &#252;ber 160 verschiedene Antibiotika zur Behandlung der diversen Infektionskrankheiten zur Verf&#252;gung stehen.</p>
<p><strong>Gefahr im Verzug</strong><br />
Die gro&#223;z&#252;gige Verwendung des neuen Wundermittels »Penicillin« nach dem 2. Weltkrieg und die Vernachl&#228;ssigung von Hygienema&#223;nahmen in den Krankenh&#228;usern f&#252;hrte bis zum Jahr 1990 dazu, dass trotz der Verf&#252;gbarkeit immer neuer Antibiotikaklassen immer mehr Krankheitserreger gegen die vorhandenen Medikamente unempfindlich wurden. Man bezeichnet eine solche Entwicklung als Resistenzerscheinung. Gleichzeitig erlahmte der Erfindungsreichtum der Pharmaindustrie und schuf damit eine gef&#228;hrliche Situation. So konnte es passieren, dass im Krankenhaus Patienten an unbeherrschbaren Infektionen starben, weil die Krankheitserreger sogar auf die schwersten Antibiotika nicht mehr ansprachen.<br />
Auch die Patienten tragen durch Anwendungsfehler zur Entstehung von Resistenzerscheinungen gegen ihr Antibiotikum bei. Viele glauben n&#228;mlich bei der ersten Besserung der Beschwerden wie z.B. des Fiebers, dass sie schon geheilt sind und beenden ohne Kontakt zum Arzt oder Apotheker die Einnahme des Antibiotikums, bevor alle Bakterien zerst&#246;rt wurden. Ein Teil der bek&#228;mpften Bakterienpopulation bleibt also weiter am Leben. Diese sind in ihrer Vitalit&#228;t nur geschw&#228;cht, aber nicht abget&#246;tet, vermehren sich und bilden eine neue Population, gegen die das verwendete Antibiotikum weit geringer oder gar nicht mehr wirksam ist.<br />
Eine weitere Ursache f&#252;r den Wirkverlust von Antibiotika ist die gro&#223;z&#252;gige Verwendung im Nutztierbereich. Nur Wenigen wird die Verwendung von Antibiotika in Mischfuttermitteln bekannt sein. Ihre Beigabe beruht auf der Erkenntnis, dass die Tiere mit solchen Zus&#228;tzen besser gedeihen und fr&#252;her schlachtreif werden. Trotz aller Vorsichtsma&#223;nahmen in der Auswahl und Verwendung von Antibiotika bei Tieren k&#246;nnen Human-Antibiotika in ihrer Wirksamkeit beeintr&#228;chtigt werden. Man sollte daher aus grunds&#228;tzlichen Erw&#228;gungen Antibiotika aus der Tiermast verbannen. Dies ist aber nur durch einen entsprechenden Druck der K&#228;ufer m&#246;glich.</p>
<p><strong>Welches Antibiotikum bei welchem Infekt?</strong><br />
Wer sich krank f&#252;hlt wird im Normalfall Apotheker oder Arzt kontaktieren. Bei banalen Infekten, deren Verlauf gut bekannt ist, suchen viele eher in der Apotheke Hilfe. Meist handelt es sich um Erk&#228;ltungen mit begleitendem Schnupfen, Husten und Halsschmerzen. Sind die Beschwerden ausgepr&#228;gter und anhaltender, ist ein Arztbesuch jedoch unumg&#228;nglich. Zahlreiche &#228;u&#223;ere Anzeichen k&#246;nnen auf eine solche Infektion hinweisen, darunter insbesondere Fieber. Zus&#228;tzliche Informationen gewinnt der Fachmann aus dem Verlauf und dem begleitenden Beschwerdenmuster: f&#252;r eine Lungenentz&#252;ndung ist z.B. der rasante Fieberanstieg charakteristisch, bei der Mittelohrentz&#252;ndung der stechende, tiefsitzende Ohrschmerz, bei Harnwegsinfekten der wiederholte und schmerzende Harndrang.</p>
<p><strong>Fehl am Platz</strong><br />
Der typische Erkrankungsverlauf signalisiert dem Arzt meist schon, ob und welches Antibiotikum notwendig ist. Wenn aber beispielsweise in Amerika 50 % der Patienten wegen Halsschmerzen unn&#246;tiger Weise Antibiotika bekommen, so darf man sich nicht wundern, dass dort die entsprechenden Resistenzraten hoch sind. Man muss dazu wissen, dass bei akuter Bronchitis, Schnupfen oder Halsschmerzen Viren und nicht Bakterien die prim&#228;re Ursache f&#252;r die Beschwerden sind. Hier bleiben Antibiotika, die ja &#252;ber die Unterbrechung der Lebensvorg&#228;nge im Bakterium wirken, wegen des fehlenden Stoffwechsels der Viren erfolglos. Zu allem &#220;berdruss k&#246;nnen sie sogar schaden, wenn sie z.B. die Keimbesiedelung im Darm in Unordnung bringen und Durchfall hervorrufen. Dank der zur&#252;ckhaltenden Verschreibungspraxis in &#214;sterreich sind die h&#228;ufig ben&#246;tigten und gut vertr&#228;glichen Antibiotikagruppen der „Penicilline“ und »Makrolide« bei uns weitgehend wirksam geblieben.</p>
<p><strong>Der Beitrag des Patienten</strong><br />
Es passiert im Alltag immer wieder, dass Patienten auf die t&#228;gliche Einnahme ihres Medikamentes vergessen, oder nicht die entsprechende Anzahl von Tabletten einnehmen. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Arzneien wie Hochdruckmitteln, Blutfett-Senker, Rheumamitteln etc., wo ein einzelner Einnahmefehler keine gr&#246;&#223;eren Nachteile mit sich bringt, sind solche Irrt&#252;mer bei Antibiotika fatal. Denn am Infektionsort werden dann nicht die notwendigen hohen Wirkstoffspiegel erreicht, worunter die Abt&#246;tung der Bakterien leidet. Dann ist auch die optimale Pr&#228;parateauswahl umsonst. Es existieren n&#228;mlich deswegen so viele verschiedene Antibiotika, weil die Anforderungen an sie so unterschiedlich sind.<br />
Die Vielzahl der verschiedenen Krankheitskeime wird mit rund 16 Antibiotikagruppen bek&#228;mpft.<br />
Das auszuw&#228;hlende Antibiotikum muss nach dem Schlucken auch zum Infektionsort gelangen, damit die bakterielle Entz&#252;ndung bek&#228;mpft wird. Die Erreichbarkeit so unterschiedliche K&#246;rperteile, wie Atemwege, Harntrakt, Haut- und Weichteile, oder Knochen &#252;ber die Blutbahn ist h&#246;chst unterschiedlich. Beispielsweise werden manche Antibiotika nach dem Schlucken &#252;berhaupt nicht in den K&#246;rper aufgenommen. Sie verbleiben im Darm und eignen sich daher besonders zur lokalen Bek&#228;mpfung bakterieller Darmerkrankungen. In den Antibiotikagruppen findet man also wiederum zahlreiche Einzelvertreter mit unterschiedlichen Verteilungsmustern im K&#246;rper.<br />
Der Abstand zwischen der Einnahme einzelner Tabletten sowie die Gesamtdauer der Einnahme ist bei Antibiotika peinlich genau einzuhalten, um die vorher beschriebenen Effekte auch wirklich zu erzielen. Je nach Art der Infektion und des zu bek&#228;mpfenden bakteriellen Erregers dauert der Behandlungszeitraum &#252;blicher Weise 1 bis 14 Tage.</p>
<p><strong>Antibiotika – richtig einnehmen!</strong><br />
Grunds&#228;tzlich ist zu unterscheiden, ob man Tabletten oder fl&#252;ssige Antibiotikazubereitungen verschrieben erh&#228;lt. Die Dosierung richtet sich dabei nach dem Alter bzw. K&#246;rpergewicht und der zu behandelnden Infektion. Deshalb sind verschiedene St&#228;rken von Antibiotika im Handel.<br />
Tabletten k&#246;nnen zur individuellen Anpassung der Dosis mit einer Bruchrille versehen sein. Erwachsene bekommen z.B. dann eine ganze, gr&#246;&#223;ere Kinder eine halbe Tablette verabreicht. Man soll immer ein volles Wasserglas nachtrinken, damit die Tablette tats&#228;chlich in den Magen gesp&#252;lt wird und nicht in der Speiser&#246;hre h&#228;ngen bleibt und dort wom&#246;glich die Schleimhaut irritiert oder sch&#228;digt.<br />
n Fl&#252;ssige Antibiotika sind vor allem f&#252;r S&#228;uglinge, Kleinkinder und Schulkinder gedacht. Ihr gro&#223;er Vorteil besteht in der guten Abstimmbarkeit der Dosis auf das jeweilige K&#246;rpergewicht des Kindes. Wegen der besseren Haltbarkeit liefert sie der Hersteller als trockenes Pulver aus und der Apotheker stellt erst vor der Abgabe an Sie durch Wasserzugabe eine gebrauchsfertige Suspension her. In diesem Zustand ist sie zum baldigen Verbrauch bestimmt.<br />
Wie allgemein bekannt, gelten f&#252;r Arzneimittel genaue Regeln, wie sie einzunehmen sind: n&#252;chtern, vor dem Essen, zum oder nach dem Essen. Die Gr&#252;nde daf&#252;r sind vielf&#228;ltig und k&#246;nnen zur Verbesserung der Vertr&#228;glichkeit, zur Vermeidung von Reaktionen zwischen Arzneistoff und Nahrungsbestandteile und zur Beschleunigung der Magenpassage bei magens&#228;ureempfindlichen Arzneistoffen dienen. Bei Antibiotika, die zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort in der richtigen Menge vorhanden sein m&#252;ssen, um zu wirken, sind deswegen die Einnahmehinweise besonders genau zu beachten.</p>
<p><strong>Gute Tipps f&#252;r den Umgang mit Antibiotika</strong><br />
Bei der Aufbewahrung soll man immer den Anweisungen der Gebrauchsinformation folgen. Manche fertigen Antibiotikas&#228;fte d&#252;rfen n&#228;mlich nur bei Zimmertemperatur, manche nur im K&#252;hlschrank aufbewahrt werden. Es gibt aber sogar den Fall, dass eine gut gemeinte Aufbewahrung im K&#252;hlschrank zur Verschlechterung des Geschmackes f&#252;hrt und die Einnahme vom Kind dann verweigert wird! Daher bitte immer genau auf der Packungsbeilage nachlesen.<br />
n Kinder haben eine Vorliebe f&#252;r gewisse Geschmacksrichtungen. Notieren Sie sich den Namen des jeweiligen Aromastoffes (er steht bei der Zusammensetzung im Beipacktext). Falls Ihr Kind sp&#228;ter einmal wieder ein Antibiotikum ben&#246;tigt, kann der Arzt bei der Auswahl diese Geschmacksvorliebe ber&#252;cksichtigen.<br />
Manchmal bereitet das Aufsch&#252;tteln der Antibiotika-S&#228;fte vor der Entnahme Probleme, wenn der dabei entstandene Schaum nicht zusammenfallen will. Beim Ausgie&#223;en auf den Dosierl&#246;ffel kommt dann mehr Schaum als Fl&#252;ssigkeit heraus und die Konzentration an Wirkstoff f&#228;llt zu gering aus. Zum Abmessen grunds&#228;tzlich besser geeignet sind Kunststoffspritzen, weil man sie unter den Schaum eintauchen kann und dadurch die beschriebene Schwierigkeit umgeht. Fragen Sie den Apotheker nach einer solchen Spritze und bitten Sie ihn, dass er Ihnen die Dosiermenge in Milliliter f&#252;r Ihr Kind aufschreibt. Bei manchen S&#228;ften wird bei der Dosierung z.B. nur »ein Dosierl&#246;ffel« angegeben!</p>
<p><strong>Vorbeugung und Behandlung von begleitendem Durchfall</strong><br />
W&#228;hrend einer Antibiotikabehandlung bleiben die Bakterien im Darm von dieser nicht unbeeinflusst. Als Folge einer ver&#228;nderten Darmflora &#228;ndert sich auch die Stuhlkonsistenz, sie wird weicher und kann ggf. in Durchfall &#252;bergehen. Die Einnahme von bestimmten Bakterienpr&#228;paraten gilt als einfaches, unbedenkliches Mittel gegen drohenden, oder bestehenden Durchfall und kann in jedem Alter – auch als Vorbeugung –erfolgen.<br />
Die Magens&#228;ure hindert als Schutzschild Bakterien am Eindringen in den Darm. Man braucht also zur Behandlung widerstandsf&#228;hige Bakterien bzw. m&#252;ssen sie speziell »verpackt« sein, damit ihnen die Magens&#228;ure nichts anhaben kann. Auch die Art der Einnahme beeinflusst sie.<br />
Bakterienzubereitungen sollen den Magen rasch passieren, um die Bakterien nur kurz der Magens&#228;ure auszusetzen. Man soll entsprechende Medikamente daher im zeitlichen Abstand von etwa 1 Std. vor/nach den Mahlzeiten einnehmen.<br />
Manche Zubereitungen in Pulverform k&#246;nnen zur Erleichterung des Schluckens in Fl&#252;ssigkeiten wie Milch, Fruchtsaft etc. einger&#252;hrt werden. Erhitzen ist zu vermeiden, damit die Vitalit&#228;t der zugef&#252;hrten Bakterien nicht Schaden erleidet.<br />
Die Einnahme ist bis 2 bis 3 Tage nach Beendigung der Antibiotikabehandlung fortzusetzen, um die Normalisierung der Darmflora zu sichern.</p>
<p><strong>Sommer, Sonne, Scheideninfektion</strong><br />
Der Sommer ist endlich da. Und mit dem Sommer auch ein h&#228;ufiger Begleiter:<br />
Die vaginale Infektion.<br />
Viele Frauen kennen dieses Problem nur zu gut. Egal ob bakterielle Infektion oder Pilzinfektion, sie ist auf jeden Fall unangenehm.<br />
Bakterielle Infektionen sind meist durch einen gef&#228;rbten Ausfluss gekennzeichnet, der eventuell noch fischartig riechen kann. Der Geruch entsteht durch Abbauprodukte der Erreger, die gewisse chemische Strukturen (sogenannte Amine) enthalten. Aus diesem Grund nennt man diese Art der Infektion auch »Aminkolpitis«. Jucken und Brennen k&#246;nnen nat&#252;rlich auch auftreten. Es gibt jedoch viele Frauen, die eine bakterielle Infektion in sich tragen, und gar nichts davon merken.<br />
Pilzinfektionen des Genitalbereiches treten ebenso h&#228;ufig auf. Hier sieht das Beschwerdebild etwas anders aus. Jucken, Brennen und wei&#223;er Ausfluss k&#246;nnen als Hauptsymptome vorkommen. Auch Schwellungen k&#246;nnen auftreten.<br />
Es ist nun so, dass diese Erreger ein warmes und feuchtes Milieu brauchen, um sich wohl zu f&#252;hlen und sich zu vermehren. Die K&#246;rpertemperatur mit ihren 37°C ist f&#252;r die Erreger ideal. Aber das alleine macht einen Pilz oder einen anderen Keim bei uns nicht unbedingt lebensf&#228;hig. Gef&#228;hrlich wird es f&#252;r unseren K&#246;rper erst, wenn die nat&#252;rlichen Abwehrmechanismen nicht mehr so funktionieren, wie sie sollten. Damit ist der nat&#252;rliche Schutz der Haut gemeint.<br />
Die Haut besitzt einen Schutzmantel, der von Mikroorganismen gebildet wird. Diese Mikroorganismen sorgen f&#252;r einen sauren pH-Wert der Haut. Ideal ist der pH-Wert der Haut bei ca. 5, in der Scheide sogar zwischen 4 und 5. Dort sind spezielle Bakterien, n&#228;mlich Laktobazillen, f&#252;r die Bildung dieses Milieus verantwortlich. Durch die Anwendung von zu aggressiven Reinigungslotionen, aber auch durch Antibiotikatherapien kann diese nat&#252;rliche Bakterienflora zerst&#246;rt werden und so Infektionen T&#252;r und Tor &#246;ffnen.<br />
Worauf soll frau achten, wenn sie &#246;fter mit diesen Beschwerden zu k&#228;mpfen hat:</p>
<p>Tragen Sie atmungsaktive Unterw&#228;sche, meiden Sie Slipeinlagen</p>
<p>Verwenden Sie spezielle Reinigungslotionen f&#252;r den Intimbereich</p>
<p>Vorsicht beim Geschlechtsverkehr, hier k&#246;nnen auch Bakterien &#252;bertragen werden</p>
<p>Das t&#228;gliche Gesch&#228;ft: hier kann Frau auch einen Fehler machen. Die Wischrichtung von vorne nach hinten sollte unbedingt eingehalten werden.</p>
<p>Sch&#252;tzen Sie vorbeugend Ihre Scheide bei B&#228;der-, Saunabesuchen oder w&#228;hrend Antibiotikatherapien, indem Sie das Scheidenmilieu regulieren. Vitamin C unterst&#252;tzt die nat&#252;rliche Scheidenflora und st&#228;rkt so Ihren K&#246;rper im Kampf gegen Infektionen.<br />
Leider hilft hin und wieder die ganze Sorgfalt nichts und es kommt trotzdem zu einer Infektion. In diesem Fall sollten Sie auf jeden Fall zum Arzt gehen und den Erreger feststellen lassen. Denn f&#252;r jeden Keim gibt es eine entsprechende Therapie.</p>
<p>Diese Ratschl&#228;ge gelten nur allgemein. Entsprechende Angaben zu den einzelnen Pr&#228;paraten k&#246;nnen davon abweichen.</p>
<p>Wir beraten Sie zu diesem Thema gerne.</p>
<p>copyright &#214;sterreichische Apothekerverlagsges.m.b.H</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.aus-der-apotheke.info/2008/01/05/antibiotika-richtig-anwenden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
