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	<title>aus der apotheke &#187; Menstruationsbeschwerden</title>
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	<description>Blog aus der Apotheke</description>
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		<title>Menstruation &#8211; In der Regel beschwerdefrei</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Dec 2008 08:12:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>apotheker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Menstruationsbeschwerden]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele Frauen qu&#228;len sich w&#228;hrend der Blutung mit heftigen Schmerzen. Das muss nicht sein
Wenn man so mancher Werbung f&#252;r Tampons oder Binden glaubt, dann ist die monatliche Regelblutung eine Phase wie jede andere. Frauen sind so leistungsf&#228;hig und unternehmungslustig wie sonst auch.

Tats&#228;chlich sind die Zeiten l&#228;ngst vorbei, als Frauen w&#228;hrend der Menstruation als unrein galten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Frauen qu&#228;len sich w&#228;hrend der Blutung mit heftigen Schmerzen. Das muss nicht sein</p>
<p>Wenn man so mancher Werbung f&#252;r Tampons oder Binden glaubt, dann ist die monatliche Regelblutung eine Phase wie jede andere. Frauen sind so leistungsf&#228;hig und unternehmungslustig wie sonst auch.</p>
<p><span id="more-173"></span>
<p>Tats&#228;chlich sind die Zeiten l&#228;ngst vorbei, als Frauen w&#228;hrend der Menstruation als unrein galten und die merkw&#252;rdigsten Verbote befolgen mussten. Dennoch sind es f&#252;r viele Frauen keine Tage wie andere. Sie f&#252;hlen sich ruhebed&#252;rftiger als sonst, ziehen sich gern zur&#252;ck und finden einen Abend auf dem Sofa verlockender als auszugehen.</p>
<p>Nicht selten wird die Monatsblutung vor allem an den ersten beiden Tagen von krampfartigen Bauchschmerzen begleitet, die in Beine und R&#252;cken ausstrahlen k&#246;nnen. Manche Frauen leiden zus&#228;tzlich unter &#220;belkeit, Verdauungsbeschwerden, Kreislaufproblemen oder Kopfschmerzen.</p>
<p><strong>Vor allem junge M&#228;dchen leiden</strong></p>
<p>„Wenn Teenager ihre Periode bekommen, ist zumindest der erste Tag fast immer sehr schmerzhaft“, sagt Dr. Inge Reckel-Botzem, Frauen&#228;rztin im s&#252;dhessischen Hainburg. Dies muss nicht zwingend &#228;rztlich abgekl&#228;rt werden, selbst wenn die Beschwerden mit &#220;belkeit und Kreislaufproblemen einhergehen. Oft bringt dann schon W&#228;rme oder ein leichtes Schmerzmittel Erleichterung.</p>
<p>„Dringend erforderlich ist der Arztbesuch, wenn eine Frau ihre Periode schon l&#228;nger hat, diese immer schmerzhafter wird, die Schmerzen weit &#252;ber den ersten Tag hinaus andauern und auch zwischendurch immer wieder im Unterbauch auftreten“, sagt Reckel-Botzem. F&#252;r solch starke Schmerzen kann eine Endometriose verantwortlich sein, bei der die Geb&#228;rmutterschleimhaut auch an anderen Stellen im Bauchraum wuchert und monatlich mitblutet.</p>
<p>Myome, Polypen, Zysten oder Entz&#252;ndungen k&#246;nnen gelegentlich Regelschmerzen verst&#228;rken. Frauen, die mit der Kupferspirale verh&#252;ten, klagen ebenfalls &#246;fter &#252;ber starke oder schmerzhafte Blutungen. Zur Sicherheit sollte die Frauen&#228;rztin pr&#252;fen, ob die Spirale richtig sitzt.</p>
<p><strong>Das Auf und Ab der Geb&#228;rmutterschleimhaut</strong></p>
<p>
In den meisten F&#228;llen treten die Schmerzen aber ohne eine solche Ursache auf. Bei Frauen in den fruchtbaren Jahren baut sich w&#228;hrend des Zyklus die Geb&#228;rmutterschleimhaut auf. Sie soll bei einer Schwangerschaft das befruchtete Ei aufnehmen. Kommt es zu keiner Befruchtung, wird die aufgebaute Schleimhaut mit der Monatsblutung ausgeschieden.</p>
<p>Um die Schleimhaut abzusto&#223;en, ziehen sich die Muskeln der Geb&#228;rmutter in unregelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden zusammen und entspannen sich wieder. Dies geschieht unter dem Einfluss des Botenstoffs Prostaglandin. Die hormon&#228;hnliche Substanz reguliert unter anderem die Anspannung der glatten Muskulatur und beeinflusst das Schmerzempfinden. Wie Untersuchungen zeigten, weisen Frauen mit starken Schmerzen h&#246;here Prostaglandinspiegel auf als solche mit leichten oder ohne Beschwerden.</p>
<p><strong>Zu lang, zu kurz, normal?</strong></p>
<p>Meist dauert die Blutung zwischen vier und sechs Tage. H&#228;lt sie l&#228;nger als zehn Tage an, muss der Arzt die Ursache abkl&#228;ren, selbst wenn die Blutung sehr schwach ist. Der Berufsverband der Frauen&#228;rzte weist darauf hin, dass eine lang anhaltende und &#252;berm&#228;&#223;ige Regelblutung auch auf eine angeborene Gerinnungsst&#246;rung, das Von-Willebrand-Syndrom, hindeuten kann.</p>
<p>Die Zyklusl&#228;nge berechnet sich vom ersten Tag der Blutung bis zum Einsetzen der n&#228;chsten Blutung. Als normal gilt eine L&#228;nge von 28 Tagen plus/minus einige Tage. Zyklen, die weniger als 21 oder mehr als 35 Tage dauern, sind abkl&#228;rungs- oder behandlungsbed&#252;rftig. Bei einem sehr kurzen Zyklus droht Blutarmut (An&#228;mie).</p>
<p>Ursache f&#252;r sehr lange Zyklen ist h&#228;ufig ein polyzystisches Ovar-Syndrom (PCOS). Dabei ist der Anteil m&#228;nnlicher Hormone krankhaft erh&#246;ht. Es finden keine oder nur selten Eispr&#252;nge statt. Die Eierst&#246;cke werden bindegewebig umgebaut. &#196;u&#223;erlich weist eine starke Gesichts- und K&#246;rperbehaarung auf die Erkrankung hin, die hormonell behandelt werden muss.
  </p>
<p>Ver&#228;ndert sich die Regel zu Beginn der Wechseljahre, sind dies meist normale Vorboten des anstehenden hormonellen Umbruchs. Die Gyn&#228;kologin sollte jedoch andere Ursachen ausschlie&#223;en.</p>
<p>Mit dem immer wiederkehrenden Schmerzen muss sich keine Frau abfinden. So lindern Sie Ihre Beschwerden</p>
<p><strong>Entspannung</strong></p>
<p>
Versuchen Sie, sich Ruhe zu verschaffen. Setzen Sie sich nicht unn&#246;tig unter Leistungsdruck – Vers&#228;umtes l&#228;sst sich meist nachholen, wenn Sie wieder fit sind. Probieren Sie aus, was Ihnen gut tut. Ist das Sofa der richtige R&#252;ckzugsort, oder bringen Ihnen eher Sport und Bewegung Erleichterung?</p>
<p>Wenn Sie sich im Liegen besonders gut entspannen k&#246;nnen, versuchen Sie einmal diese Haltung: Ziehen Sie in Seitenlage das oben liegende Knie an. Dabei entspannt sich die Bauchdecke. In R&#252;ckenlage hilft es, ein Polster unter die Knie zu schieben.</p>
<p>
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<strong>W&#228;rme</strong></p>
<p>Sie ist der Klassiker unter den Mitteln zur Selbsthilfe. Ziehen Sie sich so an, dass Bauch, R&#252;cken und F&#252;&#223;e gut warm sind. Eine W&#228;rmflasche auf dem Bauch entkrampft. Eine wohltuende Alternative ist der Heusack. Er setzt der Kneipp’schen Gesundheitslehre gem&#228;&#223; zus&#228;tzlich zur W&#228;rme schmerzstillende Stoffe frei. Heus&#228;cke gibt es zur Einmalanwendung in der Apotheke. Auch feuchthei&#223;e Moor- oder Fangopackungen eignen sich.</p>
<p>Warme oder ansteigende Fu&#223;b&#228;der entspannen den Unterleib: F&#252;llen Sie eine Sch&#252;ssel oder einen Eimer mit 36 bis 38 Grad hei&#223;em Wasser, und stellen Sie Ihre F&#252;&#223;e f&#252;r zehn bis 15 Minuten hinein. F&#252;r ein ansteigendes Fu&#223;bad f&#252;llen Sie hei&#223;es Wasser nach und erh&#246;hen die Temperatur allm&#228;hlich auf h&#246;chstens 42 Grad. Auch Vollb&#228;der entspannen, k&#246;nnen aber eine starke Blutung noch steigern.</p>
<p><strong>Heilkr&#228;uter</strong></p>
<p>Bei Gereiztheit oder anderen Beschwerden, die vor dem Eintritt der Regelblutung auftreten, helfen Pr&#228;parate mit M&#246;nchspfefferfr&#252;chten. Eine entkrampfende Wirkung auf die Geb&#228;rmutter haben Heilkr&#228;utertees mit G&#228;nsefingerkraut oder mit der Rinde des Schneeballbaums. Sie eignen sich bei leichteren Schmerzen. Es empfiehlt sich, den Tee schon einige Tage vor der erwarteten Periode zu trinken.</p>
<p>Um einen G&#228;nsefingerkraut-Tee zuzubereiten, &#252;bergie&#223;en Sie ein bis zwei Teel&#246;ffel Tee mit einer Tasse siedendem Wasser; nach 10 Minuten seihen Sie ab. Mehrmals t&#228;glich eine Tasse frischen Aufguss trinken. F&#252;r einen Tee aus Schneeballbaumrinde nimmt man pro Tasse einen Teel&#246;ffel fein geschnittene Rinde und trinkt zwei bis drei Tassen am Tag.</p>
<p>Dr. Astrid Blank, Frauen&#228;rztin in Kaiserslautern mit Schwerpunkt Naturheilverfahren, verordnet gelegentlich auch Traubensilberkerze: „Sie wirkt hormonartig und unterst&#252;tzt die k&#246;rpereigenen Hormone.“ Ihr Rat: „Mindestens drei bis sechs Monate sollte man sie einnehmen, um die Wirkung beurteilen zu k&#246;nnen.“</p>
<p><strong>Selbstmassage<br /></strong> <br />
Verwenden Sie ein gutes Pflanzen&#246;l, und massieren Sie den Unterbauch im Uhrzeigersinn. Erw&#228;rmend wirkt Johanniskraut&#246;l. Vorsicht, es erh&#246;ht die Lichtempfindlichkeit der Haut, also danach nicht in die Sonne oder ins Solarium gehen. &#196;therische &#214;le k&#246;nnen die entspannende und entkrampfende Wirkung verst&#228;rken. Geeignete Zus&#228;tze sind zum Beispiel Kamille, Pfefferminze, Majoran und Muskatellersalbei.</p>
<p><strong>Akupressur</strong></p>
<p>
Die chinesische Punktmassage eignet sich ebenfalls gut zur Selbsthandlung. Dr&#252;cken Sie nacheinander die Punkte auf beiden K&#246;rperh&#228;lften. Oder probieren Sie diese Druckmassage: Ertasten Sie die zwei Vertiefungen, die sich auf beiden Seiten der Wirbels&#228;ule &#252;ber dem Po befinden. Mit den Daumenkuppen eine halbe Minute lang gleichzeitig auf diese Punkte dr&#252;cken. Danach ebenso lang pausieren. Das Ganze drei- bis viermal wiederholen.</p>
<p><strong>Arzneimittel</strong></p>
<p>Achten Sie auf eine ausreichende Zufuhr von Kalzium und Magnesium. Gute Quellen f&#252;r Kalzium sind Milchprodukte; viel Magnesium steckt in Kakao, Weizenkeimen und N&#252;ssen. Manchen Frauen hilft es, wenn sie zus&#228;tzlich ein Magnesium-Pr&#228;parat einnehmen. Es gibt auch Hinweise darauf, dass eine gute Versorgung mit Fisch&#246;l und Vitamin B die Beschwerden lindern kann. Gesicherte Erkenntnisse fehlen dazu jedoch.</p>
<p>Nicht immer reichen die sanften Methoden der Selbsthilfe, und oft l&#228;sst der Alltag mit Schule, Beruf oder kleinen Kindern die W&#228;rmflasche-Sofa-Kur nicht zu. Dann bringen Schmerzmittel Erleichterung. Gut geeignet sind die Wirkstoffe Ibuprofen, Paracetamol und Naproxen. Bei Acetylsalicyls&#228;ure (ASS) ist zu beachten, dass der Stoff die Gerinnung hemmt und daher die Blutung verst&#228;rken kann. Schmerzlindernd und krampfl&#246;send wirken Tabletten oder Z&#228;pfchen mit Butylscopolamin und Paracetamol.</p>
<p><strong>Schmerzmittel gleich nehmen</strong></p>
<p>Die meisten Medikamente unterdr&#252;cken die Bildung der Prostaglandine, die f&#252;r die Schmerzvermittlung verantwortlich sind. Damit sie optimal wirken k&#246;nnen, empfiehlt Frauen&#228;rztin Reckel-Botzem: nicht abwarten, bis die Kr&#228;mpfe richtig stark sind, sondern die Medikamente nehmen, sobald sich der Schmerz ank&#252;ndigt.</p>
<p>Aus ihrer Praxis wei&#223; sie: „Oft warten die Frauen zu lange, weil sie eigentlich kein Schmerzmittel einnehmen m&#246;chten, und wundern sich dann, dass es nicht hilft.“ Am Ende brauchen sie eine wesentlich h&#246;here Arzneidosis. Frauen, die verh&#252;ten wollen, bringt die Pille oder ein anderes gestagenbetontes Verh&#252;tungsmittel Erleichterung. Die Hormone schw&#228;chen die Blutung und damit einhergehende Beschwerden stark ab.</p>
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