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	<title>aus der apotheke &#187; Verletzungen</title>
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		<title>Gesund durch den Sommer</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jan 2008 13:23:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>apotheker</dc:creator>
				<category><![CDATA[tipps vom apotheker]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseapotheke]]></category>
		<category><![CDATA[Verletzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wunde]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele n&#252;tzen den Haupturlaub f&#252;r eine ersehnte Fernreise, Andere wollen sich vielleicht in dieser Zeit st&#228;rker mit ihren Hobbies in der freien Natur besch&#228;ftigen und Dritte setzen lieber auf heimatlichen Aktivurlaub, als sich den M&#252;hen eines Charterfluges zu unterziehen. Was sollten Sie nun in der Freizeit dabei haben, um f&#252;r alle gesundheitlichen Eventualit&#228;ten ger&#252;stet zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele n&#252;tzen den Haupturlaub f&#252;r eine ersehnte Fernreise, Andere wollen sich vielleicht in dieser Zeit st&#228;rker mit ihren Hobbies in der freien Natur besch&#228;ftigen und Dritte setzen lieber auf heimatlichen Aktivurlaub, als sich den M&#252;hen eines Charterfluges zu unterziehen. Was sollten Sie nun in der Freizeit dabei haben, um f&#252;r alle gesundheitlichen Eventualit&#228;ten ger&#252;stet zu sein?</p>
<p><span id="more-22"></span></p>
<p>Gerade im Urlaub und bei der Freizeitgestaltung wird auf Naheliegendes meist vergessen. Welcher Stellenwert der Mitnahme von Medikamenten und Artikeln aus der Apotheke einzur&#228;umen ist, wird wohl von der pers&#246;nlichen Verfassung und dem Alter des Betreffenden abh&#228;ngen. Denn Klein- und Schulkinder sowie die Gruppe der &#228;lteren Menschen haben sicherlich anderen Bedarf, als ein trainierter Freizeitsportler zwischen 25 und 40 Jahren.</p>
<h3>Zur Grundausstattung</h3>
<p><a href="http://www.aus-der-apotheke.info/blog/wp-content/uploads/2008/01/fam_160.jpg" onclick="return false;" title="Direkter Link zu der Datei"><img src="http://www.aus-der-apotheke.info/blog/wp-content/uploads/2008/01/fam_160.thumbnail.jpg" alt="Familie Sommer" align="left" height="116" width="160" /></a>Zur Grundausstattung jeder Freizeit- und Urlaubsapotheke z&#228;hlen Medikamente und Medizinprodukte, die mit der Behandlung von Verletzungen zu tun haben. Die Haut und der Bewegungsapparat stehen dabei im Mittelpunkt.</p>
<h4>Hilfe f&#252;r»geschundene« Haut</h4>
<p>Hautverletzungen und Sonnenbrand sind die h&#228;ufigsten Folgeerscheinungen eines verungl&#252;ckten Sommertages. Prinzipiell erfolgt die Wundbehandlung immer in drei Schritten:<br />
An erster Stelle steht die Wundreinigung. Kleine nicht zu tiefe Schnittwunden l&#228;sst man einfach ausbluten. Gr&#246;&#223;ere Wunden, insbesondere Sch&#252;rfwunden geh&#246;ren aber gereinigt. Im einfachsten Fall gen&#252;gt dazu das mehrere Minuten dauernde Sp&#252;len der Wunde mit kaltem Trinkwasser aus der Wasserleitung. Es ist bak teriologisch am unbedenklichsten.<br />
Im zweiten Schritt wird mit einem nichtalkoholischen Desinfektionsmittel desinfiziert. Alkohol ist f&#252;r die Haut- und H&#228;nde desinfektion nur dann notwendig, wenn auf der intakten Haut Mikroorganismen in kurzer Zeit vernichtet werden sollen, wie z.B. vor einer Injektion oder einem chirurgischen Eingriff.<br />
An letzter Stelle der sachgerech ten Wundversorgung steht die Wundabdeckung zum mechani schen und bakteriellen Schutz.<br />
Als Wunddesinfektionsmittel kommen nur solche auf w&#228;ssriger Basis in Frage. Sie brennen nicht und vermeiden eine toxische Irritation der Wunde.<br />
Die Pr&#228;paratepalette reicht von »Polyvidon Jod« bei Verbrennungen und Sonnenbrand bis zu »Chlorhexidin« als universell verwendbaren keimhemmenden Wirkstoff in diversen Salben, Cremen und L&#246;sungen.</p>
<p><strong>Richtig abdecken</strong><br />
Zur Wundabdeckung gibt es eine ganze Palette von Materialien, wie z.B. den Wundschnellverband als klassisches »Heftpflaster« mit Wundauflage. Die Auflage soll Blut und Wundsekret aufnehmen, aber nicht mit der Wundkruste verkleben. Statt Baumwollmull enthalten moderne Wundauflagen deswegen eine permeable Membran, die den Saugk&#246;rper von der Wundoberfl&#228;che trennt und die deshalb nicht zum Kleben neigt.<br />
Metallinisierte Wundauflagen besitzen ein Vlies, das hauchd&#252;nn mit Silber oder Aluminium bedampft ist. Dank der Oberfl&#228;chencharakteristik kleben sie selbst auf gro&#223;en oberfl&#228;chlichen Sch&#252;rfwunden nicht, wahrlich ein Segen.<br />
Zus&#228;tzlich wirken die abgegebenen Silberionen keimt&#246;tend. Fl&#252;ssige Pflaster zum Aufspr&#252;hen haben den Vorteil der einfachen Applikationsweise ohne der Gefahr einer mechanischen Wundreizung. Sie fixieren aber ggf. den Schmutz bei nicht vollst&#228;ndiger Wundreinigung. Wundsalben sollen nicht auf frische Wunden aufgetragen werden, sondern erst nach Krustenbildung. Salbenvliese, d.h. ein Vlies mit aufgetragener Wundsalbe, beschleunigt die prim&#228;re Wundheilung und erleichtert den Verbandswechsel.<br />
Wundsalben mit einem Antiseptikum oder Antibiotikum sind diesbez&#252;glich besonders wirkungsvoll. Ein Sonderfall ist die »feuchte« Wundheilung bei der die verwendeten Materialien an der Wundoberfl&#228;che spezielle Feuchtigkeitsverh&#228;ltnisse schaffen. In der Folge heilt die Wunde ohne Schorfbildung ab. Das gro&#223;e Angebot an verschiedenen Materialien und Wirkstoffen zur Wundbehandlung l&#228;sst zwar keine W&#252;nsche offen, erschwert aber die Auswahl. Schildern Sie deshalb in der Apotheke Ihre speziellen W&#252;nsche und Vorstellungen und Ihr Apotheker wird Ihnen die passende L&#246;sung vorschlagen.</p>
<p><strong>Wenn’s brennt</strong><br />
Brandwunden werden in mehrere Stadien gegliedert:<br />
Im ersten Stadium ist der thermische Schaden auf die oberste Hautschicht begrenzt. Die Haut erscheint ger&#246;tet, sie hitzt und spannt. Als typisches Beispiel gelten leichter Sonnenbrand und kurzfristiger Kontakt mit hei&#223;er Fl&#252;ssigkeit oder Flammen. Ab 56°C setzt eine Zerst&#246;rung des k&#246;rpereigenen Eiwei&#223; mit nach folgendem Gewebeschaden ein. Der K&#246;rper repariert diesen ohne Narbenbildung.<br />
Im zweiten Stadium tritt nach der Hitzeeinwirkung verst&#228;rkt Fl&#252;ssigkeit aus den Zellen aus und bildet die bekannten gef&#252;ll ten Brandblasen, w&#228;hrend<br />
im dritten bis vierten Verbrennungsstadium wei&#223;lich trocke nes, mit schw&#228;rzlichem Schorf bedecktes Gewebe zur&#252;ck bleibt. Weil dann auch die Ner venendigungen zerst&#246;rt sind treten keine Schmerzen auf.</p>
<p>Eine rasche Kaltwasserbehandlung sollte unbedingt durchgef&#252;hrt werden. Das Motto f&#252;r die K&#252;hlung lautet dabei: je fr&#252;her und je l&#228;nger, desto besser! Eine Erstma&#223;nahme am Unfallort ist die rasche und nachhaltige Abk&#252;hlung der betroffenen K&#246;rperstelle. Man h&#228;lt z.B. die verbr&#252;hte Hand oder den Fu&#223; mindestens 10 bis 15 Minuten unter flie&#223;endes Wasser (10–20°C), oder bedeckt bei Verbrennungen am Rumpf den Patienten mit kalt getr&#228;nkten T&#252;chern. Wichtig: alle 2 bis 3 Minuten gegen k&#252;hlere auswechseln! Flie&#223;endes kaltes Wasser wird &#252;brigens auf die Dauer von Hitzeopfern nicht toleriert.</p>
<p>Um eine Unterk&#252;hlung des ganzen K&#246;rpers zu vermeiden sollen die nicht betroffenen Partien eher warm gehalten werden. Die Bedeutung der K&#252;hlung liegt darin, dass die Haut ein schlechter W&#228;rmeleiter ist und dass daher im Verbrennungsgebiet die sch&#228;dliche Hitze noch lange nachwirkt, auch wenn schon l&#228;ngst kein Kontakt mit der sch&#228;digenden W&#228;rmequelle besteht. Im Falle von Sonnenbrand ohne Blasenbildung kann man sich auf eine k&#252;hlende Wund- und Heilcreme (z.B. Bepanthen®, Vitawund®) beschr&#228;nken und bei Bedarf gegen den qu&#228;lenden Juckreiz noch ein Antihistaminika-Gel (z.B. Fenistil®) einsetzen. Zahlreich angebotene »After-sun«–Produkte f&#246;rdern die Regeneration der gereizten Haut.</p>
<p>Trotzdem sollte man sich am Folgetag im Schatten aufhalten und nat&#252;rlich ein Sonnenschutzmittel mit h&#246;herem Lichtschutzfaktor verwenden.<br />
Als Faustregel gilt bei Verbrennungen zweiten Grades wenn sie &#252;ber die Fl&#228;che eines Handtellers hinaus gehen, oder<br />
die sensiblen K&#246;rperstellen wie Gesicht oder Genitalien betreffen,<br />
sofort &#228;rztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Brandblasen soll man wegen der Infektionsgefahr nur mit sterilen Kan&#252;len aufstechen. Nach der Entleerung verbleibt die Haut an Ort und Stelle. Man bedeckt sie mit einer leicht verteilbaren antiseptischen Salbe und legt zum Schutz einen Verband an. Umfangreiche und schwere Verbrennungen sind mit massiven Verlusten von K&#246;rperfl&#252;ssigkeit und Proteinen verbunden, die bis zum Verbrennungsschock reichen k&#246;nnen. So rasch wie m&#246;glich die Rettung rufen!</p>
<p><strong>Beim Sport »PECH« gehabt?</strong><br />
Unter diesem K&#252;rzel versteckt sich nicht die H&#228;me unsportlicher Zeitgenossen, sondern die ersten Buchstaben von<br />
Pause<br />
Eis<br />
Compression und<br />
Hochlagern.<br />
als Behandlungsprinzip bei stumpfen Verletzungen. Wer sich beim Sport ein Gelenk verstaucht oder einen Schlag auf die Muskulatur bekommt, wird nur selten Eis bei sich haben, aber vielleicht Wasser in der N&#228;he finden, mit dem man 10 bis 15 Minuten intensiv k&#252;hlen kann, bevor ein Druckverband mit einer breiten elastischen Binde angelegt wird. Effektiver sind sogenannte » <a href="http://www.apothekenbote.at/product_info.php?info=p115_Eis-Spray-Ratiopharm.html" target="_blank">»Vereisungssprays«</a>. Sinn und Zweck dieser Ma&#223;nahmen ist es, den Entz&#252;ndungsprozess und damit die Schwellung zu verlangsamen. Den gleichen Effekt bewirkt eine Hochlagerung der betroffenen Extremit&#228;t.</p>
<p>Im Anschluss an die Erstversorgung kommen schmerzstillende und entz&#252;ndungshemmende Einreibungen in Betracht. Sogenannte Hydrogele enthalten wie Cremen Wasser und k&#252;hlen daher effektiver als Salben. Die betroffene K&#246;rperstelle reibt man sanft mehrmals t&#228;glich ein. Alternativ kann man auch schmerz- und entz&#252;ndungslindernde Wirkstoffe in Sprayform auftragen. Es gibt sie z.B. bei »Indometacin«, »Ketoprofen« und »Etofenamat«. Als besonders effektiv haben sich n&#228;chtliche Okklusivverb&#228;nde erwiesen. Dabei tr&#228;gt man von der Creme, oder dem Gel messerr&#252;ckendick auf die Haut auf und deckt mit einer Frischhaltefolie ab. Schlie&#223;lich fixiert man das Ganze mit einem Verband. Salben eignen sich unter dem Verband wegen ihrer Hautfreundlichkeit besser, alkoholh&#228;ltige Gele reizen n&#228;mlich unter diesen Bedingungen die Haut. Ein handels&#252;bliches Medikament nach diesem Konzept enth&#228;lt »Diclofenac-Epolamin« als Wirkstoff und dient als ein fertiges Pflaster zum Aufkleben an der schmerzhaften Stelle. Mit der Grundausstattung  sollte man bei Sport und Spiel, im Garten und auf Reisen sein Auslangen finden. Je nach den pers&#246;nlichen Umst&#228;nden sind Erg&#228;nzungen vorzunehmen. Fahren z.B. Kinder mit, wird mit gef&#228;hrlichen Gegenst&#228;nden hantiert, sind alle gegen Wundstarrkrampf geimpft?</p>
<h2><a title="00000097db0d20508" name="00000097db0d20508"></a>Reisen mit Kindern</h2>
<p>Bis zum dritten Lebensjahr sind Reisen mit Kindern in L&#228;nder mit sehr niedrigem Hygienestandard und mangelhafter medizinischer Infrastruktur kritisch. Aber ab dem Schulalter bestehen keine Bedenken mehr, ausgenommen man geht auf belastende Safaris oder beabsichtigt ausgedehnte Treckingtouren. Die wahrscheinlichste, und bei Kindern immer kritisch verlaufende Reiseerkrankung ist der akute Brechdurchfall. Im Schnitt erkranken 40% der Reisenden innerhalb von 4 Wochen mit einer Dauer von 3–4 Tagen an ihm. Dementsprechend sollte man bei Fernreisen mit Kindern folgende Medikamente mitnehmen:<br />
eine kindergerechte, orale Rehydrierung in Pulverform (Normhydral®),<br />
»Loperamid« (Normakut®), aber erst ab dem 2. Lebensjahr,<br />
und zur Sicherheit ein kindergerechtes Antibiotikum (mit dem Arzt besprechen), wenn bei massivem Brechdurchfall, Fieber, Apathie keine &#228;rztliche Hilfe vor Ort m&#246;glich ist.</p>
<p>Repellents sind ab dem 2. Lebensjahr zul&#228;ssig, Fly-stop stichfrei schon ab dem ersten. Wegen der noch gering ausgepr&#228;gten Melaninproduktion ist Kinderhaut f&#252;r Sonnenbrand viel empfindlicher. Es gibt deshalb spezielle Sonnenschutzmittel f&#252;r die Kinder mit hohem Lichtschutzfaktor und Wasserfestigkeit. Sind die Kinder gegen Tetanus, Kinderl&#228;hmung, Diphtherie, Masern, Mumps, R&#246;teln, Keuchhusten und Haemophilus geimpft? Bei den Reiseimpfungen gelten f&#252;r sie &#252;brigens die selben Regeln wie f&#252;r Erwachsene, ebenso bei der Malariaprophylaxe. Eine entsprechende Chemoprophylaxe gegen die Malaria w&#228;re zwar auch m&#246;glich, st&#246;&#223;t aber bei den Eltern oft auf Bedenken und bei den Kindern wegen h&#228;ufiger &#220;belkeit und Erbrechen auf Ablehnung. Fehlende Kinderformen erschweren die Prophylaxe zus&#228;tzlich. Wegen dieser Unkalkulierbarkeiten sollten Malaria-Endemiegebiete mit Kindern gemieden werden!<br />
Sollte auch Ihr Kind zu Sonnenallergie neigen, so gibt es spezielle neue Sonnenschutzmittel mit verschiedenen Lichtschutzfaktoren und entsprechende After sun-Produkte.</p>
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